
Frust beim Stromtanken
Mehr Verwirrung statt intuitiv
Mehr Ladesäulen, einfachere Bedienung, einheitliche Standards – davon sind wir leider noch lange entfernt. Einige Ladesäulen, die ich ansteuerte, konnte ich nur per App freischalten, für andere wiederum hätte ich andere Kundenkarten benötigt oder es ging über die Parkkarte. Hinzu kommen unterschiedliche Tarifsysteme und Preise, die man nicht durchsteigt. Und an manchen Ladeplätzen funktioniert auch gar nichts.
Einfach und bequem geht anders
Das Problem ist nicht die Technik. Der Stecker am Auto und Ladesäule ist meist kompatibel. Man stelle sich eher folgendes im Vergleich zur klassischen Benzin-Tankstelle vor: an jeder Tankstelle sieht die Zapfsäule anders aus und muß auch anders bedient werden. Und an der Zapfsäule heißt es: „Für Sie gibt es hier keinen Sprit. Registrieren Sie sich erst mal.“ Oder ein Schild sagt: „Tanken 10 Euro pro Minute.“ Ein Irrsinn? Bei Elektroautos kommt das vor. Wer an eine öffentliche Ladesäule muss, erlebt mitunter Merkwürdiges. Beispiel: Der Ladevorgang kostet 5 Euro im Parkhaus Hofdiener in Stuttgart, aber wie viel Strom fließt? Ob der Akku nach drei Stunden halbvoll, viertelvoll oder voll, steht in den Sternen. Und ich weiß als Kunde vorher nicht, wie viel mich die Kilowattstunde (kWh) kostet. Ein studieren der Webseiten von Parkhaus und Netzanbieter kann schnell mal eine viertel Stunde und länger dauern. Wenn man dann nicht alleine unterwegs ist, hat man schnell jede Menge lustige Kommentare zu seinem Experiment Elektromobilität.

